
Das Feuer ...
Wie so oft, war
es ein sehr schöner Abend.
Wir sprachen über Gott und
die Welt und tranken guten Wein und hörten ruhige und die Sinne
ansprechende Musik.
Ich hatte wieder einmal die
Gelegenheit, ein Pfeifchen genüsslich zu rauchen, und in dieser
Atmosphäre wird
dieses sogar im Allgemeinen gern akzeptiert. Es war einfach eine
herrliche, entspannte und gelöste Stimmung.
Ich legte ab und zu ein
Stück Holz nach, immer darauf bedacht, das Feuer in angemessenem
Maße am brennen
zu halten, aber nicht unnötig hoch auflodern zu lassen.
Als ich so in das Feuer
schaute, kam es mir in den Sinn, wie schwer es doch gerade heute ist,
Freunde zu finden
und vielmehr noch, diese Freundschaften zu erhalten.
Besonders gilt dies wohl
für Beziehungen, die über eine Freundschaft hinausgehen
sollen.
Wie kann man das
anfängliche, große Feuer der Zuneigung oder gar Liebe
über Jahre am brennen halten und wie
viel Feuer ist gut, damit man nicht selbst oder den anderen verbrennt?
Ein tolles Feuer zu entfachen
ist schon eine Kunst, ein Feuer im ausreichenden Maße am brennen
zu halten,
ist aber wohl eine weit höhere Kunst.
Gefunden im Netz bei den
Freitagsphilosophen
©
bäuerinnentreff
2008
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