
Ich
will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein.
Ich habe ein
Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann.
Ich
wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten.
Ich will kein ausgehaltener
Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft,
weil der Staat für mich sorgt.
Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas
sehnen und es verwirklichen,
Schiffbruch erleiden und Erfolge haben.
Ich
lehne es ab, mir den eigenen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu
lassen.
Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten,
als ein gesichertes Dasein führen;
lieber die gespannte Erregung des
eigenen Erfolgs, statt die dumpfe Ruhe Utopiens.
Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten
hergeben,
noch meine Menschenwürde gegen Gaben.
Ich
habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln,
der Welt gerade
ins Gesicht zu sehen und zu bekennen, dies ist mein Werk.
Das alles ist gemeint, wenn wir sagen:
Ich bin ein freier Mensch.
Albert
Schweizer
©
bäuerinnentreff
2008
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