Für Auge und Seele ~ PoesieInteressantesAdventskalender Forum ""Chat ""

Poesie und Besinnliches

jede Zeile
jedes Wort
jeder Blick
ist ein Puzzlestück

viele Zeilen
viele Worte
viele Blicke
sind ein Bild eines Menschen

doch das Bild wird nie ganz klar sein
weil im Gegensatz zu einem normalen Puzzle
der Mensch Veränderungen unterworfen ist

er verliert Puzzlestückchen
er bildet neue
er ändert die Größe seiner Puzzleteile

doch eines wird er beim Betrachten feststellen
das Bild ist bunt!
und wenn er sich noch so grau vorkommt

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Kleines Glück

Hör gut zu bei leisen Stimmen,
kleines Glück ist selten laut.

Schau doch hinein in frohe Augen,
kleines Glück verbirgt sich dort.

Halt es fest in deinen Händen,
kleines Glück will wieder fort.

Sprich es aus mit deinen Lippen,
reich es mir als Lächeln hin.

Wieg's nicht auf das kleine Glück,
laß es einfach bei dir sein.

Paul Reding

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Türen ins Leben

Was jetzt nicht geht,
könnte in einer Stunde gelingen.
Und was in einer Stunde
vielleicht nicht mehr möglich ist,
könnte sich jetzt ereignen.

Manche Türen ins Leben
stehen nur kurze Zeit offen.
Sie ähneln den kleinen Zielscheiben
der Schießbuden auf dem Jahrmarkt,
die sich dem Schützen
nur einige Sekunden zeigen
und dann in der Versenkung verschwinden.
Schießt er nicht rechtzeitig,
hat er das Nachsehen.

Versäumen wir den richtigen Augenblick,
haben wir eine Chance verpaßt,
die vielleicht nie wiederkommt.

Doch wenn wir ihr nachtrauern,
sehen wir nicht die nächste,
die sich uns bietet.

Hans Kruppa

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Herausforderungen sind keine Feinde

- sei neugierig
und positiv aufgeregt
ob ihrer,
anstatt der
Unsicherheit
und Ungewißheit
wieder einmal
zu gestatten,
dir den Hals
zuzuschnüren.

Kristiane Allert-Wybranietz

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Glück

Glück ist wie ein Sonnenstrahl.
Willst Du ihn einfangen,
so schaffst Du es nicht.
Doch wenn Du geduldig wartest,
dann wärmt er Dich durch Deine Haut
bis auf die Knochen
und hält auch Dein Innerstes
dauerhaft warm.

Freyja Thorulfsdottir

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Frühlingsgefühle

Wärme im Herzen,
der Blumen Duft,
der Vögel Spiel
in der Frühlingsluft.

Ahnung der Seele,
das Glitzern im Baum,
die Sehnsucht nach Liebe,
ein zärtlicher Traum.

Freude der Sinne,
Gefühl auf der Haut,
ein lächelnder Morgen,
der um sich schaut.

Berührung und Wonne,
das Glück ist nah,
die Freude erwacht,
der Frühling ist da.

(c) Monika Schudel

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Haushalten

das Haus halten - Wunden verbinden - Tränen trocknen -
Geburtstage feiern - gemeinsam sich an Erfolgen freuen.

Liebeskummer verstehen - dabei die Stürme der eigenen Jugend
nicht vergessen - Ehefrau und Partnerin sein.

Wogen glätten - zur Versöhnung bereit sein -
die Zärtlichkeit der Hände spüren - zusammen halten.

das Haus halten - HAUSHALTEN!

Silvia Schumacher-Attenhofer (Aus "Menschen vom Land")

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Nimm dir Zeit

Nimm dir Zeit zum Arbeiten -
es ist der Preis des Erfolges.

Nimm dir Zeit zum Denken -
es ist die Quelle der Kraft.

Nimm dir Zeit zum Spielen -
es ist das Geheimnis ewiger Jugend.

Nimm dir Zeit zum Lesen -
es ist der Brunnen der Weisheit.

Nimm dir Zeit zum Träumen -
es bringt dich den Sternen näher.

Nimm dir Zeit zu lieben und geliebt zu werden -
es ist der wahre Reichtum des Lebens.

Nimm dir Zeit dich umzuschauen -
der Tag ist zu kurz, um selbstsüchtig zu sein.

Nimm dir Zeit zum Lachen -
es ist die Musik der Seele.

Nimm dir Zeit, freundlich zu sein -
es ist der Weg zum Glück.

Irisches Gebet

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GEDANKEN ÜBER EINEN BRIEF

Wann hast du das letzte Mal einen echten Brief geschrieben ?
Keine email - so richtig mit Papier und Kuvert.

Das waren noch Zeiten...

Ein echter Brief, der hat sowas edles für mich.
Ich meine hier nicht die zahllosen Werbesendungen, sondern
ein individuell angefertigtes Schreiben für nur einen
Empfänger.

Ein leeres Blatt Papier wird ausgewählt (für besondere
Menschen benutzt man besonderes Papier, fürs Finanzamt
genügt ein abgerissener Zeitungsfetzen) und mit
persönlichen Worten versehen.
Keine vorgefertigten Phrasen, sondern echte Worte.

Dieser Brief wird dann von Hand gefaltet und ins Kuvert
gesteckt.

Kein Freistempel, sondern eine echte Briefmarke.

"Das dauert mir zu lange," mag da manch einer einwerfen.
"Was ich zu sagen habe, soll den Empfänger schnell, sicher
und kostenlos erreichen - email hat viele Vorteile."

Ja, warum auch Zeit und Geld investieren ?
Waehrend ich den Brief noch falte, hätte ich schon lange auf
"absenden" in meinem Mail-Programm gedrückt und könnte nun
schon an einem zweiten Schreiben sitzen.

Während der Brief noch (kostenpflichtig!!) einige Tage
unterwegs ist, hat meine Mail bereits den Empfänger erreicht
und ich kann mit einer Antwort rechnen.

Kein rational denkender Mensch wird einen Brief schreiben,
wenn er auch email senden kann.

Konsequenterweise bedeutet das dann:

Warum jemanden besuchen, wenn ich ihn auch anrufen kann?
(Das "Bildtelefon" wird in absehbarer Zeit auf die ein
oder andere Weise Alltag werden, dann zaehlt auch das
Argument "weil ich den anderen am Telefon nicht sehen
kann" nicht mehr)

Warum warten, bis ich daheim bin oder eine Telefonzelle
finde, wenn ich gleich mit Handy telefonieren kann?

Warum irgendwohin gehen, wenn ich auch hinfahren kann?

Warum eine TV-Sendung abwarten oder verpassen, wenn ich sie
auch aufnehmen kann?

Warum aufnehmen, wenn ichs mir als Video ausleihen oder im
Internet runterladen kann?

Warum lange kochen, wenn ich auch schnell was kaufen kann?

Warum drauf warten, mir was leisten zu können, wenn ichs
sofort per Ratenzahlung haben kann?

Warum lange in Urlaub fahren, wenns ein langes Wochenende
auch tut?

Warum ein Risiko eingehen, wenns auch risikolosen
Nervenkitzel gibt (Filme, "Extremsportarten")?

...

Warum leben, das muss doch schneller gehen...

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Manche Menschen...

Manche Menschen wissen nicht,
Wie wichtig es ist, dass sie da sind.
Manche Menschen wissen nicht,
Wie gut es ist, sie nur zu sehen.

Manche Menschen wissen nicht,
Wie tröstlich ihr gütiges Lächeln wirkt.
Manche Menschen wissen nicht,
Wie wohltuend ihre Nähe ist.

Manche Menschen wissen nicht,
Wie viel ärmer wir ohne sie wären.
Manche Menschen wissen nicht,
Dass sie ein Geschenk des Himmels sind.

Sie wüssten es, würden wir es ihnen sagen.

Unbekannt

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Alles Gute für diesen Tag

Pack diesen Tag an
mit deinen beiden Händen.
Nimm gern entgegen, was er dir gibt:
das Licht dieses Tages,
die Luft und das Leben,
das Lachen dieses Tages,
das Weinen dieses Tages,
das Wunder dieses Tages.
Nimm diesen Tag entgegen.

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Die Macht der Frau

Elf Leute hingen an einem Seil von einem Hubschrauber. Es waren zehn Männer und eine Frau. Da das Seil nicht stark genug war, um alle zu halten, beschlossen sie, daß einer loslassen müßte, weil sie sonst alle abstürzen würden. Sie konnten sich nicht entscheiden, wer das sein sollte, bis schließlich die Frau eine sehr berührende Rede hielt und sagte, sie würde freiwillig loslassen, weil Frauen es gewohnt seien, alles für ihre Kinder und ihren Mann aufzugeben, Männern alles zu schenken und nichts dafür zurückzubekommen. Als sie fertig war, begannen alle Männer zu klatschen.

Unterschätze nie die Macht einer Frau...

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eine kleine geschichte für einen lieben menschen!

zwei reisende engel machten halt, um die nacht im hause einer wohlhabenden familie zu verbringen. die familie war unhöflich und verweigerte den engeln, im gästezimmer des haupthauses auszuruhen. anstelle dessen bekamen sie einen kleinen platz im kalten keller. als sie sich auf dem harten boden ausstreckten, sah der ältere engel ein loch in der wand und reparierte es. als der jüngere engel fragte, warum, antwortete der ältere engel:"die dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen."

in der nächsten nacht rasteten die beiden im haus eines sehr armen, aber gastfreundlichen bauern und seiner frau. nachdem sie das wenige essen, das sie hatten, mit ihnen geteilt hatten, ließen sie die engel in ihrem bett schlafen, wo sie gut schliefen. als die sonne am nächsten tag den himmel erklomm, fanden die engel den bauern und seine frau in tränen. ihre einzige kuh, deren milch ihr alleiniges einkommen gewesen war, lag tot auf dem feld.
der jüngere engel wurde wütend und fragte den älteren engel, wie er das habe geschehen lassen können? "der erste mann hatte alles, trotzdem halfst du ihm", meinte er anklagend. "die zweite familie hatte wenig, und du ließest die kuh sterben".

"die dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen", sagte der ältere engel. "als wir im kalten keller des haupthauses ruhten, bemerkte ich, dass gold in diesem loch in der wand steckte. weil der eigentümer so von gier besessen war und sein glückliches schicksal nicht teilen wollte, versiegelte ich die wand, so dass er es nicht finden konnte. als wir dann in der letzten nacht im bett des bauern schliefen, kam der engel des todes, um seine frau zu holen. ich gab ihm die kuh anstatt dessen. die dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen."

manchmal ist das genau das, was passiert, wenn die dinge sich nicht als das entpuppen, was sie sollten.

wenn du vertrauen hast, musst du dich bloß darauf verlassen, dass jedes ergebnis zu deinem vorteil ist.

du magst es nicht bemerken, bevor ein bisschen zeit vergangen ist...
manche leute kommen in unsere leben und gehen schnell...
manche leute werden freunde und bleibe ein bisschen...
gestern ist geschichte. das morgen ein mysterium.
das heute ist ein geschenk. darum heißt es auch: präsent.
ich denke, das ist etwas besonderes... lebe und genieße jeden moment...
dies ist keine generalprobe!

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Sozusagen grundlos vergnügt

Ich freu mich, daß am Himmel Wolken ziehen
Und daß es regnet, hagelt, friert und schneit.
Ich freu mich auch zur grünen Jahreszeit,
Wenn Heckenrosen und Holunder blühen.
Daß Amseln flöten und daß Immen summen,
Daß Mücken stechen und daß Brummer brummen.
Daß rote Luftballons ins Blaue steigen.
Daß Spatzen schwatzen. Und daß Fische schweigen.

Ich freu mich, daß der Mond am Himmel steht
Und daß die Sonne täglich neu aufgeht.
Daß Herbst dem Sommer folgt und Lenz dem Winter,
Gefällt mir wohl. Da steckt ein Sinn dahinter,
Wenn auch die Neunmalklugen ihn nicht sehn.
Man kann nicht alles mit dem Kopf verstehn!
Ich freue mich. Das ist des Lebens Sinn.
Ich freue mich vor allem, daß ich bin.
In mir ist alles aufgeräumt und heiter:
Die Diele blitzt. Das Feuer ist geschürt.

An solchem Tag erklettert man die Leiter,
Die von der Erde in den Himmel führt.
Da kann der Mensch, wie es ihm vorgeschrieben,
Weil er sich selber liebt - den Nächsten lieben.
Ich freue mich, daß ich mich an das Schöne
Und an das Wunder niemals ganz gewöhne.
Daß alles so erstaunlich bleibt, und neu!
Ich freu mich, daß ich...

Daß ich mich freu.

Mascha Kaléko

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Kinder

Was klagst Du
über die Spuren der Kinder,
über die Striche an der Wand,
über die Löcher im Vorhang -
eines Tages wirst du sie vermissen,
wenn Du allein bist.

Was stöhnst Du
über die zerrissenen Sachen,
über den Dreck an ihren Schuhen
über die ganze Unordnung -
irgendwann ist das nur noch Erinnerung,
die Dir die Augen feucht macht.

Was brüllst Du
wenn sie schrein`- die Kinder,
wenn sie frech sind
und Dich spöttisch kritisieren -
in ein paar Jahren wirst du Ruhe haben,
die dich quälen wird.

Jutta Ahlemann

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Freunde

Sie wohnen überall im Land, wir sehen uns nur selten
Und dennoch hält ein starkes Band ihre und meine Welten.

Es gehen Briefe hin und her, Gedanken nur und Worte,
und sind für mich doch so viel mehr, sind Schätze, die ich horte.

Was sind Distanzen, was ist Zeit, wenn die Gedanken fliegen?
Die innere Verbundenheit kann Zeit und Raum besiegen!

Hildy Haas

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...doch das Wesentliche bleibt unsichtbar

Der Reifen eines Rades
wird von den Speichen
gehalten.
Doch das Leere darin
ist das Sinnvolle
beim Gebrauch.

Aus nassem Ton
werden Gefäße geformt.
jedoch die Leere
darin ermöglicht erst
das Füllen der Krüge.

Aus Mauern, durchbrochen
von Türen und Fenstern,
baut man ein Haus.
Aber der Leerraum,
das Nichts macht es erst
bewohnbar.

So ist das Sichtbare
zwar von Nutzen,
doch das Wesentliche
bleibt unsichtbar.

Laotse

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Zu wissen wer man ist!

Ich bin froh, eine Bäuerin zu sein.
Überrascht dich das, wo ich doch um mein Überleben kämpfe?
Das sollte es nicht, eine Bäuerin zu sein ist mehr als nur ein Job.
Sehr oft bin ich wütend darüber, eine Bäuerin zu sein, traurig, verwirrt,
enttäuscht und sogar ängstlich.
Aber meistens bin ich froh, eine Bäuerin zu sein.
Ich liebe meine Kinder, meinen Mann, die Natur, die Tiere, ja sogar die
Gebäude, die uns Schutz geben.
Ich bin stolz auf unseren Hof, unsere Ernten und unsere Maschinen.
Sie sind alle ein Teil von mir, aber eine Bäuerin zu sein, bedeutet
auch Blut, Schweiss, Tränen, Trockenheit, Krankheiten, Krisen und
mehr als Tausend andere Herzenssorgen, die andere Menschen weder
kennen oder fühlen.
Aber immernoch bin ich froh, eine Bäuerin zu sein.
Es ist nicht, weil eine Bäuerin es leicht hat. Das ist es nicht.
Es ist nicht, weil Bäuerinnen berühmt sind. Das sind wir nicht.
Es ist nicht, weil eine Bäuerin reich ist. Das bin ich nicht.
Es ist einfach, weil ich weiss, wer ich bin, und was ich fühle.
Es ist der Stolz, die Zufriedenheit und ehrliche Arbeit.
In der Nacht schlafen zu können und froh zu sein, am nächsten Morgen
an die Arbeit gehen zu können.
Ich könnte mir das nicht anders vorstellen.
Ich bin froh, ein Bäuerin zu sein.
Aber ich habe auch Angst, weil Morgen kann ich vielleicht nicht mehr
eine Bäuerin sein.

Text von Per Hansen, Bauer von Fyn (Dänemark), leicht abgeändert

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Die üble Nachrede

"Ich werde es bestimmt nicht wieder tun", versprach der Nachbar.
"Ich nehme alles zurück, was ich über Sie erzählt habe".

Der Mann sahe den anderen ernst an.
"Ich habe keinen Grund, meinen Nachbarn in eine Unglück zu stürzen", erwiderte er.
"Jedoch verlangt jede böse Tat ihre Sühne".
"Ich bin gern zu allem bereit"

Der Mann erhob sich, ging in den Stall und kam mit einem geschlachteten Hahn zurück.
"Tragt diesen Hahn in euer Haus, das hundert Schritte von meinem entfernt steht" sagte er.
"Dann kommt wieder zurück und rupft den Hahn unterwegs, immer eine Feder nach rechts,
eine Feder nach links werfend. Dies ist der Sühne erster Teil.

Der Nachbar tat, wie ihm geheissen.
Als er wieder vor dem Mann stand und ihm den gerupften Hahn überreichte, fragte er:
"Und der zweite Teil meiner Buße?"

"Geht jetzt wieder den Weg in euer Haus zurück und sammelt alle Federn wieder ein."
Der Nachbar stammelte verwirrt:
"Ich kann doch die Federn unmöglich wieder einsammeln! Ich streute sie wahllos aus,
warf hierhin und dorthin. Inzwischen hat der Wind sie in alle Himmelsrichtungen getragen.
Wie könnte ich sie alle wieder einfangen?"

Der Mann nickte ernst:
"Dies wollte ich nur hören!
Genauso ist es mit der üblen Nachrede und den Verleumdungen. Einmal ausgestreut,
laufen sie durch alle Winde, wir wissen nicht wohin. Wie kann man sie also einfach
wieder zurücknehmen?"

aus einem Fastenkalender

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Gelebte Augenblicke

Warte nicht
auf einen glücklichen Tag!
Öffne die Augen und schaue
das Glück, das dieser Tag dir
zu schenken vermag.

Warte nicht
auf eine schöne Stunde!
Öffne die Ohren und höre,
wie schön die Stunde ist,
die dir gerade schlägt.

Warte nicht
auf den erregenden Augenblick!
Öffne die Sinne und spüre
wie erregend der Augenblick ist,
der dich jetzt berührt

Warte nicht
auf ein erfülltes Leben!
Öffne dich für den Augenblick
und du wirst spüren,
wie sich dein Leben von selber erfüllt.

Christian Buck

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Man nehme sich die Zeit

Man nehme sich die Zeit zum Leben,
und halte ein, ein wenig eben,
statt sich an Hast und Streß verdrießen,
gilt es die Zeit recht zu genießen,
denn jeder Tag kann Freude geben,
man nehme sich nur die Zeit zum Leben.

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