Gabriel-Studie Forum ""Chat ""

Das Leben auf dem Bauernhof schützt Kinder vor der Entstehung von Asthma und Allergien:

Neue GABRIEL-Studie sucht nach den schützenden Faktoren

Gabriel-Studie ""

In der Parsifal-Studie konnten Forscher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit, an Asthma und Allergien zu erkranken, für Bauernkinder deutlich geringer ist. Im Vergleich zu Dorfkindern, die nicht auf einem Bauernhof aufgewachsen sind, war das Risiko für Bauernkinder, an Asthma zu erkranken, nur halb so groß. Dagegen litten die anderen Kinder etwa dreimal so häufig wie ihre Schulkameraden vom Bauernhof an Heuschnupfen, um die Hälfte mehr hatten einen positiven Allergietest.

Die Erklärung dafür liegt wahrscheinlich im Zusammenspiel vieler Faktoren. Eine der möglichen Ursachen wird im Stallaufenthalt vermutet. Gleichzeitig spielen aber wahrscheinlich auch andere Dinge, wie unterschiedliche Tierhaltungen und Ernährungs-Gewohnheiten eine Rolle.

Am 1. März ist von der EU in Zusammenarbeit mit vielen wissenschaftlichen Einrichtungen in ganz Europa unter der Beteiligung von namhaften Wissenschaftlern das große GABRIEL- Projekt gestartet worden, das sich intensiv mit der Erforschung von Asthma und Allergien befassen wird. Eine der wichtigsten Studien des Projektes wird von Frau Prof. Dr. E. v. Mutius am Dr. von Haunerschen Kinderspital der LMU in München geleitet und gleichzeitig in Bayern, Baden-Württemberg, Tirol/Österreich, Basel/Schweiz und der Region um Wroclaw (Polen) durchgeführt. Gemeinsam wollen die Forscher nun nach den Faktoren auf den Bauernhöfen suchen, die den schützenden Effekt erklären können.

Etwa 40.000 Schulkinder in ausgewählten ländlichen Regionen Bayerns sollen deshalb im Schuljahr 2006/2007 einen kurzen Fragebogen erhalten. Stimmen die Eltern einer Teilnahme des Kindes an der Studie zu, so werden die Familien zu einem ausführlicheren Fragebogen eingeladen. Eine Blutprobe vom Kind, eine Staubprobe aus dem Haus und bei manchen zusätzlich eine Staubprobe vom Stall und eine Milchprobe sollen die zweite Runde vervollständigen. Die Wissenschaftler wollen auf diese Weise den oder die Stoffe finden, die die schützende Wirkung auslösen. Langfristig hoffen sie, daraus einen Impfstoff gegen Asthma und Allergien entwickeln zu können.

Allergien und Asthma bei Kindern nehmen beständig zu, die Krankheitslast ist nicht nur für die betroffenen Kinder erdrückend, auch ihre Familien leiden mit. Jede Familie, die an der Studie teilnimmt, leistet deshalb einen wertvollen Beitrag im Kampf gegen diese chronischen Erkrankungen.

Die Bauernkinder haben dabei eine besonders wichtige Rolle: Ihre zahlreiche Teilnahme ist notwendig, um ausreichend viele Fragebögen und Proben von Bauernhöfen zu sammeln. Nur so wird es den Wissenschaftlern möglich sein, die bestehenden Zusammenhänge zu erkennen. Im Vergleich mit den Daten der anderen Kinder hoffen sie, daraus die richtigen Rückschlüsse ziehen zu können.

Die Studie lebt vom Vergleich zwischen den einzelnen Teilnehmern. Nur eine große Teilnehmerzahl gewährleistet den Erfolg der Studie. Deshalb hofft die Gabriel-Studie auf Ihre Unterstützung! Bitte lassen Sie Ihre Schulkinder teilnehmen, Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag für eine wirksame Krankheitsvorbeugung! Vielen Dank!

Unverbindliche Informationen können angefordert werden bei:

Christine Strunz-Lehner
GABRIEL EU-Projekt
-Studienkoordination-
Arbeitsgruppe Prof. Dr. E.v.Mutius
Dr. von Haunersches Kinderspital
Lindwurmstraße 4
80337 München
Tel: 0049-(0)89-5160-7710
Mail: gabriel@med.uni-muenchen.de

nach oben ""

ImpressumKontaktGästebuch
www.baeuerinnentreff.de